Gottesdienst

Gottesdienste zur Bewahrung der Schöpfung

A: Feldgottesdienst auf der Buchel am Juni 2025
Wo das Reich Gottes in dieser Welt schon leuchtet 

B: März 2025 
Der verlorene Sohn - die verlorene Menschheit Eine Geschichte des gelungenen Lebens, die das Scheitern miteinbezieht
 

A Juni 2025 Feldgottesdienst auf der Buchel
Der verlorene Sohn - die verlorene Menschheit Eine Geschichte des gelungenen Lebens, die das Scheitern miteinbezieht

Zur Begrüßung vor dem Tagesgebet: 

„Ihr aber, für wen haltet ihr mich?“ – so fragt Jesus heute im Evangelium. 
Die Leute wissen von ihm, dass er außergewöhnlich ist. Doch Jesus fragt seine Jünger und auch uns heute: „Für wen haltet ihr mich?“ Die Antwort auf diese Frage ist nicht nur ein Wort – sie ist eine Entscheidung. 
An Jesus als den „Messias Gottes“ zu glauben, heißt, bereit zu sein, ihm zu folgen und unser Leben für das Reich Gottes hinzugeben. 
Heute wollen wir erforschen, wo das Reich Gottes schon sichtbar wird und wie wir es mitgestalten können. 

Vor dem Kyrie: 

Die Welt mit ihren Krisen und Ungerechtigkeiten könnte uns verleiten, Gott nur im Jenseits zu suchen. Gott möchte, dass wir ihn in dieser Welt finden. Er hat sich, in Christus in diese Welt begeben, er ist mit uns gestorben und lebt gerade auch in unserer geringsten Schwester. Das Reich Gottes ist nicht nur jenseits der Welt – es ist hier, in den Krisen, im Leid, aber auch in den Freuden und der Fülle des Lebens.  

Sakramente sind wichtige Zeichen unseres Glaubens, doch das wahre christliche Leben zeigt sich in der Liebe: der Liebe zu den Menschen, zu mir selbst, zu Gott und zur Schöpfung. 

  • Dein Reich, Herr, wird präsent in der Schöpfung 
    Herr erbarme dich
  • Dein Reich, Herr, wird präsent in jedem Menschen
    Christus erbarme dich
  • Dein Reich, Herr, wird präsent in der Welt von heute mit seinen Krisen und seiner Fülle 
    Herr erbarme dich 

Nach dem Evangelium 

Verknüpfung von Evangelium zum Thema: 

Jesus nachfolgen heißt: unser Leben hingeben, um sein Reich mit aufzubauen. 
Mit Hingabe leben – für die Menschen, für die Schöpfung. 
Mit Hingabe eine schönere Welt gestalten. 
Das ist die Botschaft des heutigen Evangeliums.  

Und wir fragen heute: Wo blitzt dieses Reich Gottes schon auf in unserer Welt? 
Wo können wir Hoffnung finden – und Kraft schöpfen, mit Hingabe zu leben? 

Denn wir wissen: 
Wir sind oft abgehärtet – von Katastrophenmeldungen, von Krisen, von Dauerstress. 
Ein inneres Schutzschild hilft uns, das auszuhalten – schützt uns davor, zu viel zu fühlen. 
Denn Berührung könnte schmerzhaft sein. Doch genau diese Berührung ist lebenswichtig. Alles wirkliche Leben ist Begegnung, sagt Martin Buber. Und der erste Johannesbrief erinnert: „Wer in der Liebe ist, ist in Gott.“ In Beziehung sein – das ist die tiefste Form von Liebe, von Berührung. 

Wie aber sollen Liebe und Leben wachsen, wenn wir uns nicht mehr berühren lassen? 

Damit wieder Berührung möglich wird, wenden wir uns heute dem Hoffnungsvollem zu. Lassen uns berühren – vom Schmerz und von der Freude, vom Mangel wie von der Fülle. Denn berührt werden heißt: lebendig sein. Es heißt: Liebe zulassen. 

Heute teilen wir Zeichen der Hoffnung – Impulse, die uns ermutigen, neue Wege zu gehen. Wege, die wir vielleicht noch nicht kennen- und trotzdem gemeinsam gehen. 

Thema: 

Jeden Tag hören wir viele beunruhigender Nachrichten. Es entsteht leicht der Eindruck, die Welt werde immer schlechter – besonders, wenn es ums Klima geht. Doch viele Daten und Entwicklungen weltweit zeigen das Gegenteil: Der Wandel ist längst im Gange – vielfach deutlich erfolgreicher, als wir denken. Nur: Von diesen Entwicklungen erzählen wir zu selten.

Medien vermitteln überwiegend Negatives – und erzeugen so ein Gefühl der Hilflosigkeit.
Negative Nachrichten dominieren die Schlagzeilen – nicht, weil es nur Negatives gibt, sondern weil es sich besser verkauft. So bleibt Fortschritt oft kaum sichtbar - viele wissen schlicht nicht, wie viel schon erreicht wurde. Das führt dazu, dass wir nur die Krise sehen, wo eigentlich schon Lösungen wachsen.

In unserem „Klimatreff MOD“ haben wir regelmäßig solche faktenbasierten, konstruktiven Entwicklungen vorgestellt – Entwicklungen die überraschend hoffnungsvoll sind. Und da haben wir erlebt, wie Menschen aufatmen. Wie Aha-Momente entstehen. Wie neue Zuversicht wächst, selbst etwas bewegen zu können. 

Wir brauchen das so sehr, das Gefühl, dass wir etwas tun können, dass unser Handeln etwas bewirkt. Menschen, die sich als wirksam erleben, sind motivierter, handeln konstruktiver und sind auch gesünder, denn sie glauben, sie können etwas tun auch für ihre Gesundheit und deshalb tun sie was – Sie leben im Schnitt sogar 15% länger.

Es gibt viele Entwicklungen, die uns zeigen, dass wir etwas bewirken können, die Mut machen und das Herz öffnen. Davon hören wir heute.

Vielleicht sind es gerade solche Entwicklungen und Fortschritte, in denen etwas vom Reich Gottes aufscheint – mitten in unserer Welt. Wo Hoffnung begründet ist, wo Veränderung geschieht, da wird auch etwas von Gottes Wirken sichtbar.
Also fragen wir heute: Wo erkennen wir solche Zeichen – und wie können wir sie weitergeben? 

Interaktiver Impuls & Hoffnung in Zahlen: 

Und hier sind jetzt auch Sie gefragt – mit einem kleinen Quiz! 

Frage A: 

Es gibt eine schöne Aussage: „Sich für das einzusetzen, was man liebt, macht den Menschen glücklich.“ 
Doch wie viele leben das wirklich? Wie viele Menschen im Ostallgäu sind ehrenamtlich tätig? 
A: 30 % B: 40 % C: 50 % (Handzeichen) 

Die offiziellen Zahlen des Landratsamts erfassen nicht alle Ehrenämter.  

Wer von Ihnen hat ein Ehrenamt? (Handzeichen) 

Wir sehen: Wir sind viele. Wir sind nicht allein unterwegs – sondern gemeinsam auf dem Weg zu einer besseren Welt. 

Frage B

Wir hören von Klimakrise, Demokratiekrise, Krieg.  

Doch vielleicht liegt die eigentliche Krise tiefer: --- Die größte Krise ist womöglich die Illusion unserer Bedeutungslosigkeit. - Der Glaube, dass unser Handeln nichts bewirkt. 

Doch wir unterschätzen unsere Wirkung – und die der anderen. 

Frage: Wie viele Menschen weltweit wären bereit, einen Teil ihres Einkommens für den Klimaschutz abzugeben? 
A: 70 % B: 50 % C: 30 % 

→ Auflösung: Laut einer Studie in Nature Climate Change (2024) sind es tatsächlich 70 %! 
Doch die meisten glauben das nicht. 

Wir dürfen uns – als Gesellschaft – mehr zutrauen. 
Weniger Fokus auf das, was nicht geht. Mehr Vertrauen in das, was möglich ist. 
Was wäre, wenn wir nicht länger warten, dass andere anfangen – sondern selbst ins Tun kommen? 

Frage C: 

Es gibt nicht nur Kipppunkte in der Natur, sondern auch in der Gesellschaft – positive Kipppunkte. 
Eine kleine, entschlossene Minderheit kann große Veränderungen auslösen. 

Frage: Wie groß muss diese kritische Menge sein, um Wandel in der Gesellschaft auszulösen? 
A: 2,5–25 % B: 25–35 % C: 35–50 % 

→ Auflösung: Manchmal reichen schon 5 %. Je nach Kontext liegt der Kipppunkt irgendwo zwischen 2,5 % und 25 %. 

Die Energiewende ist so ein positiver Kipppunkt. Sie ist nicht mehr aufzuhalten.  
Der Sonnenstrom hat sich weltweit verzehnfacht, Windstrom verdreifacht. 
Wer echten Ökostrom bezieht oder in eine PV-Anlage investiert, wird Teil dieses Wandels. 

Auch der Finanzmarkt ist im Wandel. Zunehmend wird nicht mehr in Kohle, Öl und Gas investiert. In Bangladesch war ein großes Kohlekraftwerk geplant. Es hat sich kein Investor gefunden. Auch die Finanzmärkte wandeln sich im positiven Sinn. Und wir können das beschleunigen – durch Fragen wie: 
Hat meine Bank noch Verbindungen zur Kohle-, Öl- oder Gasindustrie? 
Wenn ja: Bank wechseln. 

Andere Kipppunkte sind schon im Gange, wandeln sich aber langsamer: Erziehung, Wertewandel, Bildung. 
Aber auch hier zeigt sich Veränderung. 
(→ Die Sinusstudie 2021 beschreibt ein neues Milieu: das neoökologische. 
→ Immer mehr junge Menschen verzichten auf Alkohol. → Und: Das Bevölkerungswachstum der Welt verlangsamt sich deutlich, auch dank besserer Bildung – insbesondere von Frauen.) 

 

Frage D – Nun zur letzten Frage: 

Wie hat sich der Anteil der Menschen in extremer Armut in den letzten 20 Jahren entwickelt? 

Verdoppelt, etwa gleichgeblieben, fast halbiert 

Antwort: Er hat sich fast halbiert! 

Wir sehen: Die Welt ist besser, als wir oft glauben. 
Natürlich gibt es Herausforderungen – große sogar. 
Aber wir dürfen das Licht nicht übersehen, nur weil es Schatten gibt. 

Gerade in Deutschland sind wir gut darin, zu klagen. 
Lassen wir uns stattdessen darauf ein, gute Nachrichten zu erzählen
Nicht als schöne Märchen – sondern faktenbasiert, ermutigend, wahr

Gemeinsam wollen wir die Vision einer neuen, schöneren Welt leben – und weitergeben. 

Das heißt: Wir arbeiten mit am Reich Gottes
Mit Herz, Verstand und Hingabe. 
Das ist Nachfolge Christi

Fürbitten bzw. DANKE: 

Wir richten unseren Blick auf die ganze Welt – nicht nur auf die Defizite, sondern heute gerad auch auf die Fülle. 
Deshalb wollen wir heute bewusst Dank sagen, statt zu bitten: 

  • Danke, dass wir Geschichten der Zuversicht erzählen dürfen. 
  • Danke, dass du uns Mut schenkst, uns berühren zu lassen. 
  • Danke für Schmerz und Freude, die uns mit dem Leben verbinden. 
  • Danke, dass wir deine geliebten Kinder sind. 
  • Danke für die Menschen, die uns berühren. 
  • Danke, dass wir gemeinsam unterwegs sind. 
  • Danke, dass jeder von uns wirkungsvoll sein kann. 
  • Danke, dass es Lösungen gibt, der Klimakrise entgegenzutreten. 
  • Danke, dass wir täglich erleben, dass wir eine Alternative zu Resignation und Ohnmacht haben. 
  • Danke, dass es glücklich macht und Sinn stiftet, sich für das einzusetzen, was wir lieben. 
  • Danke, dass wir uns selbst mit Wohlwollen begegnen dürfen und uns ein guter Freund sein können. 
     

Zur Kommunion 

Wandel entsteht nicht durch Kampf, sondern durch ein Ja zum Jetzt. 
Es fällt uns oft schwer, das Unvollständige, das Chaotische, das Schmerzliche anzunehmen. Doch „die Liebe sagt, es ist, wie es ist“. 
Wahre Veränderung beginnt dort, wo wir uns berühren lassen von dem, was gerade ist – in all seiner Unvollkommenheit. 
Es bedeutet, den Schmerz auszuhalten, aber auch die Freude zu spüren. Es heißt, lebendig zu werden durch die Berührung des Lebens. 
Echte Erneuerung ist kein Bruch, sondern ein tiefes Lauschen auf das, was bereits keimt – die Sehnsucht, die uns verbindet. 
Lassen wir uns von diesem Lauschen leiten, den Mut finden, neue Wege zu gehen – gemeinsam. 
Lassen wir uns berühren von dem, was ist, und dem, was werden will. 

Lied: Berühre mich 

Einladung zum Dableiben: 

Beachten sie unsere Hinweise auf dem Lidzettel. Was wir konkret tun können. Aber gönnen Sie sich auch Pausen zur Regeneration. 
Wir ziehen nicht in den Kampf, sondern gemeinsam an einem Strang. Wenn einer Pause macht, ziehen die anderen weiter. Wir müssen die Welt nicht heute fertig retten.   
In diesem Sinne lade ich Sie ein hier zu bleiben bei einem Getränk und einer Brezel, zum Austausch und zur Regeneration, damit wir dann wieder gemeinsam an einem Strang ziehen können. 

 

B: März 2025 


Der verlorene Sohn - die verlorene Menschheit Eine Geschichte des gelungenen Lebens, die das Scheitern miteinbezieht

Begrüßung

Heute hören wir das Evangelium vom Verlorenen Sohn: Zunächst eine Geschichte des Scheiterns. Der Sohn verliert sein ganzes Erbe und ist am Ende. Und doch eine Geschichte des gelingenden Lebens. Der Sohn liegt im Dreck in tiefer Resignation. Da hält er inne, er steht auf, schüttelt den Staub von den Füßen und geht los. Und da kommt ihm der Vater entgegen und umarmt ihn. 

Also eine Geschichte des gelingenden Lebens, die das Scheitern miteinbezieht. 

Kyrie 

Die Menschheit hat auch ihr Erbteil bekommen, das ihr zusteht, wie der verlorene Sohn. Unser Erbteil ist die Schöpfung. Wir haben die Schöpfung bekommen. Um zu lernen damit umzugehen und sie zu lieben wie den Schöpfer. 

Und wie der verlorene Sohn, haben wir unser Erbe, die Schöpfung in kurzer Zeit verprasst, und stehen jetzt fast am Ende. Wie der Sohn, der alles verloren hat.

  • Wir verschleudern unser Erbe, die Schöpfung. Lass uns Inne halten!
    Herr erbarme dich
  • Wir verschleudern unser Erbe, die Schöpfung. Lass uns auf-stehen! du wirst uns aufrichten.
    Christus erbarme dich
  • Wir verschleudern unser Erbe, die Schöpfung.  Lass uns losgehen! Du wirst uns entgegenkommen.
    Herr erbarme dich

 

A = der Vater/ Gott, tiefe laute Stimme aus dem Hintergrund, Sprecher nicht zu sehen

B: Ich bin die Menschheit. Wie der verlorene Sohn bin auch ich verloren.

A: ich bin der Vater

B: Vater! Gib mir das Erbteil, das mir zusteht!

A: Ich gebe dir deinen Erbteil, die Schöpfung.  Achte auf sie, bewahre sie gut. Es ist deine Lebensgrundlage und die deiner Kinder. 

B: Ich bin die Menschheit, wie der verlorene Sohn, habe ich unser Erbe, die Schöpfung in kurzer Zeit verprasst, wir Menschen haben die Klimakrise verursacht, und stehen jetzt scheinbar fast am Ende.

A: Ich habe kluge Köpfe geschaffen, Wissenschaftler mit Verstand. Weißt du, was sie herausgefunden haben?

B: Ja, die Experten aus 195 Ländern schreiben im Report des Weltklimarates bereits vor 3 Jahren:  Die Menschheit ist gefährdet. Einige Kipppunkte sind bereits erreicht. Diese Experten haben aber auch Wege aus der Krise gefunden. Leider gehen wir diese Wege viel zu langsam.

A: Auch mein verlorener Sohn war in großer Not, in Hoffnungslosigkeit, scheinbar ohne Macht. Und genau da, ging ein geistiger Ruck durch den verlorenen Sohn. Er hat gemerkt, er muss den ersten Schritt tun. Er stand auf, schüttelte den Staub von den Füßen und ging nach Hause zu seinem Vater, zu mir. In diesem Moment bin ich ihm mit offenen Armen entgegengekommen. (Ich war so froh!) 

Wie steht es mit dir, Menschheit?

B: Auch ich, als Menschheit stehe an diesem Punkt, scheinbar ohne Macht. Und genau dort, wo wir Menschen jetzt stehen, kann jeder von uns innehalten.
Innehalten und erkennen, ich muss den ersten Schritt tun. Den ersten Schritt, um meine Zukunft mit zu gestalten. Dann wirst du mir entgegenkommen, Vater.


A: Ja mein geliebter Mensch. Halte inne, stehe auf, wende dich einer besseren Zukunft zu. Ich komme dir entgegen. Ich bin da. (Jahwe.)


B: Danke für Deine Zusage. Trotzdem fällte es mir schwer loszulassen und aufzubrechen. Ich fühle mich allein und machtlos. Kann ich allein was ändern?

A: Du bist mein Abbild, ein Abbild Gottes.  Du bist nicht machtlos. Und du bist nicht allein, viele Menschen sind bereits mit dir auf dem Weg. Ich bin auch dabei. So heiße ich ja -Ich bin da - Jahwe.

Gemeinsam könnt ihr (können wir) etwas erreichen.

B: Und doch sehe ich so viele, die sich nicht wirklich um die Umwelt kümmern. In der Nachbarschaft -und scheinbar ganzen Ländern.

A: Wenn viele eure Lebensgrundlagen zerstören, musst du dann dabei mitmachen? Wenn viele lügen, ist das ein Grund auch zu lügen? Du hast Verantwortung für das, was du tust. Und diese Verantwortung kannst du auch übernehmen.
Richte deinen Fokus auf Menschen, die mit dir auf dem Weg sind. Du darfst entdecken: Wir sind nicht allein. Viele gehen bereits mit dir. Wir dürfen und können uns zusammenschließen und gemeinsam aktiv werden.

Mit Herzblut für das einsetzen, was man liebt, macht glücklich.
Das stiftet Sinn.

B: Und doch ist alles sehr anstrengend. Ich fühle mich so, als sei ich in einem Kampf.

A: Ihr zieht nicht in den Kampf. Nimm ein versöhnlicheres Bild: Ihr zieht nicht gemeinsam in den Kampf, ihr zieht gemeinsam am gleichen Strang. Dieses Bild ist weniger anstrengend. Du kannst auch mal eine Pause machen und die anderen an diesem Strang ziehen lassen und später wieder mitziehen und anderen eine Pause gönnen. - - -
Das Geheimnis des Wandels liegt darin, nicht das Vergangene zu bekämpfen, sondern alle Energie darauf zu richten, das Neue aufzubauen.

Entdecke, was möglich ist – und gestalte eine lebendige Welt

(Kurze Stille)

Fürbitten und Vater unser in einem

Das „Vater unser“ - ökologisch ausgelegt

Unser Vater im Himmel.

Du bist unser Vater, wir alle sind Geschwister. Wir sind füreinander verantwortlich.

Dein Name werde geheiligt.

Wer sich für die Schöpfung einsetzt, heiligt den Namen des Schöpfers. 

Dein Reich komme.

Mögen die heutigen Leiden Geburtswehen sein, Geburtswehen einer geschwisterlichen und nachhaltigeren Welt.

Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf der Erde.

Dein Wille, dass jeder von uns sich dafür einsetzt, dass auch unsere Kinder noch auf dieser Erde leben können.

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Gib uns jeden Tag neu so viel, wie wir brauchen, um in Würde zu leben. Aber lass uns loslassen von dem, was wir für ein Leben in Würde nicht unbedingt brauchen.

Und vergib uns unsere Schuld.

Wir Menschen haben die Klimakrise verursacht. Wir haben zu viel verbraucht, zu gedankenlos gelebt. Lass uns innehalten und umkehren in der Hoffnung, dass du uns entgegen kommst mit offenen Armen. 

Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Wir sehen so viele, die scheinbar gar nicht nachhaltig leben. Lenke unseren Blick auf die, die gemeinsam unterwegs sind mit uns und sich für eine gute Zukunft einsetzen. 

Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.

Stärke uns insbesondere gegen die ständige Versuchung, die Natur einfach als unseren Besitz zu betrachten, mit dem wir meinen, machen zu können, was wir wollen.

Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Das Geheimnis des Wandels liegt darin, nicht das Vergangene zu bekämpfen, sondern alle Energie darauf zu richten, das Neue aufzubauen. Gestalten wir gemeinsam dein Reich.

Zur Kommunion

Thomas Halik sagt: Erneut habe ich für mich das Geheimnis von Ostern entdeckt, das Geheimnis des Todes und der Auferstehung: Etwas muss sterben, damit es zur Auferstehung kommen kann – Das gilt für mich selbst, für unseren Glauben, für die Kirche – Es muss etwas sterben, damit es zur Auferstehung kommen kann. Und die Auferstehung ist nicht eine Rückkehr, sondern eine Tiefgehende Verwandlung. 

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